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Augsburger Mozartfest

Augsburg: 12.05.2010

Am Samstag, 15. Mai um 20.00 Uhr, spielt die deutsch-japanische Geigerin im Kleinen Goldenen Saal Augsburg erstmalig zwei bisher unbekannte Violinkonzerte zusammen mit der bayerischen kammerphilharmonie unter der Leitung ihres 1. Gastdirigenten Reinhard Goebel. Unter dem Motto „Mozart in Italien“ handelt es sich um junge Komponisten, die sich zeitgleich mit Mozart in Italien aufhielten und deren Werke vom Alte-Musik-Experten Reinhard Goebel wiederentdeckt wurden.

Franz Lamotte war ein Flame, der bei seinem Debüt in Wien im Alter von 15 Jahren die Aufmerksamkeit Maria Theresias auf sich zog. Die Kaiserin finanzierte ihm diverse Studienreisen, darunter eine nach Italien 1768. Ab 1770 leitete er als Konzertmeister die Wiener Hofkapelle, blieb jedoch daneben auch reisender Virtuose. Lamotte starb mit noch nicht 30 Jahren 1780 in Den Haag. Zu hören ist das zweite seiner insgesamt vier Violinkonzerte, das Mitte der 1770er Jahre in Paris im Druck erschien.

Wie Lamotte ereilte auch den jungen Engländer Linley später ein tragisches Schicksal: Im Alter von 22 Jahren ertrank er bei einem Bootsunglück in der Heimat. In den acht Jahren seit seiner Begegnung mit Mozart hatte er The Song of Moses, eine Shakespeare-Ode und andere große Vokalwerke geschaffen und dadurch Anlass zu den größten Hoffnungen gegeben. Wir hören sein einziges erhaltenes Violinkonzert.

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