Aktuelles
Interview: Mirijam Contzen freut sich riesig auf das Festival
RN / von Beate Rottgardt
LÜNEN Sie ist für den Job genau die Richtige: Die Geigerin Mirijam Contzen ist Initiatorin und Intendantin des Musikfestivals auf Schloss Cappenberg. Es beginnt am 7. Juni. Im Interview mit RN-Redakteurin Beate Rottgardt erzählt Contzen, welchem Programmpunkt sie am meisten entgegenfiebert.
Wie groß ist Ihre Vorfreude auf Ihr Festival?
Mirijam Contzen: Riesig. Wir haben 20 Ausnahmekünstler dabei, also wieder mehr als in den vergangenen Jahren.
Auf wen dürfen sich die Besucher besonders freuen?
Mirijam Contzen: Wir haben mit Sarah Christ erstmals eine Harfenistin dabei und konnten so wunderschöne Werke ins Programm aufnehmen. Sarah Christ ist bei mehreren Konzerten dabei. Sie wird beim „Konzert in die Nacht“ zum Abschluss Mahlers „Adagietto“ spielen und das wird zu später Stunde in der Kulisse der Stiftskirche ein besonderer Moment sein. Zum ersten Mal wird die Englisch-Hornistin Zsófia Magyar dabei sein. Sie ist u.a. im Konzert „Vive la France“ am 11. Juni zu hören.
Welche Konzerte liegen Ihnen besonders am Herzen?
Mirijam Contzen: Jedes Programm hat einen besonderen Schwerpunkt. Beispielsweise am 11. Juni „Vive la France“ mit den Werken französischer Komponisten. Das wird ein hochromantischer Hörgenuss. So werden Sarah Christ und Zsófia Magyar mit mir die „Fantasie“ von Francaix spielen, und ich spiele im zweiten Teil mit Pianist Herbert Schuch die A-Dur Sonate von Caesar Franck. Auch das Kirchenkonzert hat ein besonderes Flair. „Cappenberg virtuos“ am Festivalsonntag, 12. Juni, wird ein Feuerwerk-Konzert. Ich hab die Musiker gebeten, ihre Lieblingsstücke zu nennen. Moderiert wird das Konzert von Dr. Warnecke. Neu haben wir den Freiherr-vom-Stein-Saal als Spielort gewählt – für die Matinée am 12. Juni mit dem Titel „Konzert in der Kammer“.
Welche Besonderheiten erwarten die Besucher da?
Mirijam Contzen: Man ist noch fast näher an den Musikern dran als im Schlosstheater, weil wir auf einer Ebene sitzen. Außerdem erlebt man dort den besonderen Ausblick über Cappenberg. Mit meinem Mann Ulrich Biersack werde ich Louriés Stück für Flöte und Violine spielen. Und die beiden Cellisten Mark Kosower und Konstantin Heidrich sind mit Barrières hochvirtuoser Sonate zu hören. Außerdem spielen wir das Streichquintett von Mozart. Ich bin gespannt auf die neue Erfahrung im Saal.
Welche Vorbereitungen müssen Sie noch treffen?
Mirijam Contzen: Wir müssen noch rund um Musiker und Publikum einiges organisieren. So das kulinarische Angebot in den langen Pausen beim Kirchenkonzert oder am ganzen Festivalsonntag. Einige Musiker werden auch bei gutem Wetter im Schlosspark spielen. Überall soll die Musik klingen.
Gibt es wieder Angebote für Schüler?
Mirijam Contzen: In unserem Kinderkonzert am 12. Juni erklären wir Werke aus dem Abendkonzert extra für Kinder. Am Samstag ist auch eine öffentliche Probe geplant. Wir werden auch wieder mit der Musikschule Lünen zusammen arbeiten.






